Unsichere Entscheidungen sicher machen ist der Traum aller Menschen, noch vor dem Traum vom Eigenheim. Doch, gibt es sichere Entscheidungen? Klar ist: Ohne Entscheidungen gibt es kein Leben.

Ganz gleich ob gezwungen oder notwendig oder wohl überlegt oder planend vorausschauend. Manches ist vermeintlich sicher, das meiste unsicher – in allen Lebensbereichen. Wenn wir könnten wie wir wollten, dann würden wir lieber nicht – oder doch oder wie und warum oder könnte da nicht doch? Die Natur hat sich da etwas ganz besonderes ausgedacht. Lebenswichtiges ist unserer Entscheidung enthoben, zum Beispiel beim Atmen. Versuchen Sie einmal Ihr Atmen willkürlich zu unterbrechen.

In hierarchisch geführten Systemen geht es nicht nur um willentliche Entscheidungen, sondern mehr darum, dass das, was der Führende entschieden hat, für andere verständlich zu machen. Und nicht nur das, es gilt kritischen Fragen und emotionalen Widerständen stand zu halten. Rationale Widerstände und sachbezogene Kritik zu integrieren, statt klein zu reden oder machthierarchisch durchzusetzen.

Konsens, Überzeugungsfähigkeit und persönliche Glaubwürdigkeit des Führenden sind wesentlich. Überredung ist würdelos und damit unbrauchbar. In einem direkten und persönlichen Austausch dialektische Gesprächsführung zu erarbeiten scheint mehr Sinn zu machen, als sich nur den üblichen Techniken der Trivial- und Schlagfertigkeitsrhetorik hinzugeben.