Überzeugung ist jedoch die freiwillige Zustimmung zu einem sprachlichen Informations- und/oder Identifikationsangebot.

Überredung, Manipulation sind ausgeschlossen.

Die meisten Menschen verwechseln jedoch Überzeugung mit Überredung oder einer anderen sprachlichen Manipulation und/oder Dominanz.

Unfaire Angriffe sind für jede Form der menschlichen Kommunikation gefährlich, weil sie manchmal überraschend kommen, häufig als solche geleugnet werden, oft als Angriffe von dem Angreifer selbst gar nicht erkannt werden, meist unangemessenen und deplatziert sind und bei allen Beteiligten unkontrolliert, manchmal unwissend, zu unangemessenen emotionalen Reaktionen führen.

Es wird nicht mehr miteinander gesprochen, sondern „Krieg geführt“.

Es ist das Ziel des unfairen Angriffes, bewusst die Art der Interaktion zu bestimmen und die Folge der Emotionen festzulegen, damit der Angegriffene nicht mehr optimal reagieren kann.

Im Alltag findet aufgrund der Unbewusstheit über seine sprachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten, seiner Wirkung auf andere, Kommunikation dem Sinn nach nicht statt, obwohl alle Beteiligten das „Gefühl“ haben, den anderen verstanden zu haben und selbst verstanden worden zu sein.

Manipulationserfolge durch unfaire Angriffe sind oft nur Pyrrhus-Siege, die man mit erhöhtem Widerstand und Vertrauensverlust bezahlen muss.

Bei unfairen, sprachlichen Angriffen wird nicht etwa eine unteroptimale Leistung des „Gegners“ angegriffen, was ja menschlich wäre, um einander zu helfen, kommunikative Mängel zu beseitigen, sondern immer die Person.

Beliebt sind (möglichst geschickt „versteckte“) Angriffe, die die fachliche wie soziale Kompetenz, den Charakter, die Eigenschaften, die Werte und Normen oder den Lebenswandel lächerlich machen oder als minderwertig denunzieren. Das geschieht vornehmlich durch Unterstellungen, Verallgemeinerungen, Darstellung von Gerüchten, Vorurteilen, Phantombildern, Hypothesen, Einseitigkeiten, Etikettierungen, Polarisierungen, Personifizierungen, und auch durch sozialen Druck.

Das alles soll dem Angreifer einen psychischen oder sozialen Vorteil verschaffen.

So muss die Abwehr grundsätzlich auch darauf angelegt sein, diesen Versuch zu vereiteln. Das gelingt nur dann, wenn bei aller verständlicher Erregung der Angegriffene in der Lage ist, den Grund für den Angriff zu erkennen, denn verschiedene Angriffsursachen erfordern verschiedene Abwehrstrategien und das Bewusstsein, dass jede Abwehr immer auch Sympathieverlust bedeuten kann.