Als Kind fürchtete ich mich vor dem, was ich in meinen Träumen sah. Selten lachte ich darüber, selten fand ich sie schön. Heute, viele Jahre später, geht es mir nicht anders. Meine Träume sind spektakulär, intensiv, komplex – meist sehr abenteuerlich. Ja, es sind alle meine Wahrnehmungen die mir den Tag über nicht bewusst geworden sind. Meine Träume stellen das Erlebte, Wahrgenommene, aber eher Unterbewusste, meinem Gehirn zur Verfügung damit ich wenn erforderlich diese Inhalte verwenden kann –intuitiv. Dennoch denke ich manchmal: Lieber nicht träumen. – obwohl ich weiß, dass sie der Königsweg zu meinem Bewusstsein sind.

Träume sind Komödien und Tragödien.  Sie sind wundervolle Begleiter durch unsere eigene „Dunkelheit“. Sie sind Freunde.

Träume haben uns etwas mitzuteilen, was mit uns selbst und unserer Lebensführung zusammenhängt. Ihre Botschaft zu verstehen muss geübt werden, denn sie, als unser „Spieglein an der Wand“ sagen uns nicht nur, wer der /die Schönste im ganzen Land ist, sondern eben auch unsere Schattenseiten. Wollen wir das wirklich sehen? Noch meine Eltern haben mir immer gesagt, dass Träume Schäume sind. Doch mit seinen Träumen leben heißt, sich Nacht für Nacht von Ihnen beschenken zu lassen, um der Fülle des Lebens teilhaftig zu werden und sich daran zu erfreuen. Viele Menschen haben das Gefühl, dass Teile ihrer Kreativität und Spontaneität, ihres Engagements und ihrer Emotionalität gelähmt sind, gefangen in einem Wirrwarr ihrer manchmal unkontrollierbaren Gewohnheiten. Sie warten auf eine zauberkräftige Zukunft, einige auf einen Lottogewinn. Die Bedeutung der eigenen Träume erfassen und begreifen zu können ist so ein Zauber. Sie eliminieren den Verlust des Urvertrauens. Urvertrauen meint ein Gefühl tiefer Geborgenheit in sich selbst und zum Leben. Führen zu einem elementaren Vertrautsein, das weitgehend unser tatkräftiges, sinnvolles, konstruktives Handeln bestimmt.

Träume sind unsere äußerst geheimnisvolle Fähigkeit des „Sichvorstellens“. Die vorgestellten und gedachten Inhalte können so stark sein, dass sie unsere ganze Aufmerksamkeit auf das was uns wirklich betrifft lenken. Es gibt unbewusste und bewusste Phantasiebildungen. Bewusstes Phantasieren kennen wir am ehesten in der Form so genannter Tagträume. Ein Bespiel für unbewusstes Phantasieren sind unsere Träume.  In unseren Träumen ist unser Bewusstsein grenzenlos.

Der Traum ist der Königsweg zu unserem eigentlichen Bewusstsein. Träume laufen in erster Linie in der rechten Gehirnhälfte ab. Da die meisten Menschen zum logischen oder ordentlichen Denken erzogen worden sind, sind sie es eher gewohnt ihre linke Gehirnhälfte zu benutzen und die Funktionen der rechten Gehirnhälfte eher zu ignorieren. Sie haben den Zugang zur Traumtätigkeit des rechten Gehirns verloren. Durch Übung kann man lernen, seinen Träumen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und die Traumerinnerung zu verbessern. Diese Übung kann auch ein gutes Mittel sein, den Informationsfluss zwischen rechtem und linkem Gehirn zu verbessern. Unser Gehirn wird funktionaler: Mehr fühlen, mehr erleben, mehr wissen, mehr können.