Covid 19, Lockdown, Shutdown, Beschränkungen der menschlichen Kontakte, Reiseeinschränkungen, Masken als Ersatz fürs Lächeln, Konsumverzicht, Lustverzicht, Schulverzicht, stark bleiben in kritischen Situationen!

Vorsorge ist da: Neue Umgangsregeln, Soforthilfen, Krediterleichterungen, Konjunkturprogramme, Wirtschaftshilfen, Hygienemaßnahmen, Forschung nach Impfstoffen.

Was macht das alles mit uns?

Wenn es um Vorsorge geht, denken fast alle zuerst an die Wirtschaft, Einkommen, Versorgung, Fitness des Körpers. Doch was ist mit unserer Seele? Auch unsere Psyche braucht Abwehrkräfte. Je stabiler unsre Seele ist, um so besser sind wir gerüstet für Belastungen. Wohl dem, der weich fällt. Wo aber bleiben die Schutzprogramme für unsre Seele?

Stress könnte es sein. Stress ist ein Signal. Stress bezeichnet zum einen durch spezifische äußere Reize hervorgerufene psychische und physische Reaktionen bei Lebewesen, die zur Bewältigung besonderer Anforderungen befähigen, und zum anderen die dadurch entstehende körperliche und geistige Belastung.

Stress ist gesund. Machen Sie sich kein Stress mit dem Stress und schon gar nicht mit Stress-Seminaren und ähnlichem Pseudozeugs, denn ohne das Ihnen bewusst ist, was die Angst auslöst, also ihre Stressoren sind, werden sie die Signale nicht los, Sie haben „Gott sei Dank“ weiterhin Stress.Besser ist: Lieben Sie sich selbst, andere Menschen, das was Sie tun. Liebe ist kein nur ausschließlich sexuelles Phänomen, sondern das stärkste Befriedigungserlebnis des menschlichen Lebens.

„Je dünner die Decke aus Liebe und Kompetenz ist, die ein Mensch gefunden hat, um damit seine Blöße, die nackte Angst, zu bedecken, desto intensiver und unversöhnlicher muss er diejenigen hassen, die ihm ein noch so kleines Stück dieses lebenswichtigen Schutzes von den Folgen einer unkontrollierbaren Stressreaktion wegzunehmen drohen. Das können Fremde sein, die die bisherige Ordnung in Frage stellen, Konkurrenten, die seine Stellung bedrohen, oder Untergebene, die seinen Weisungen nicht folgen. Es können aber ebenso gut Menschen sein, für die er sich verantwortlich fühlt, der Lebenspartner, die Eltern, die Kinder, die ihm zu viel abverlangen oder die sein Selbstbild in Frage stellen. Auf diese Weise erzeugt jede unvollständige Liebe immer Hass, Wut, Aggression, Feindschaft, Krieg und neue Angst auf Seiten derer, gegen die sich der Hass richtet.

Auch gegen diejenigen, die er braucht, die ihm nahestehen, kann sich der Hass eines Menschen richten, sobald er spürt, dass sie sich von ihm abwenden, nicht mehr bereit oder in der Lage sind, ihm in der bisherigen Weise bei der Bewältigung seiner Ängste beistehen.

Oft äußert sich dieser Hass gegen andere Menschen als blinde Zerstörungswut, die sich gegen all das richtet, was jenen besonders lieb ist und am Herzen liegt. Ein Mensch kann aber auch wütend auf sich selbst werden, sich selbst hassen und womöglich absichtlich selbst verletzen, wenn er glaubt, dem nicht mehr gerecht werden zu können, was er von sich oder andere von ihm erwarten, wenn er feststellt, dass der Schutzmantel, den er sich selbst zu schaffen imstande war, nicht ausreicht, um ihm genügend Sicherheit zu bieten.

Deshalb kann die Angst auf dieser Welt erst dann verschwinden, wenn irgendwann einmal alle Menschen so aufwachsen und leben, dass sie all das, was sie umgibt, erkennen, verstehen und deshalb vielleicht auch lieben können.“ 

Sagt Gerald Hüther in seinem Buch: „Biologie der Angst – Wie aus Stress Gefühle werden!“

Und ich ergänze: Damit wir Krisen (alltägliche wie besondere) bewältigen und gesund bleiben können, müssen neben den wirtschaftlichen- und einkommensbedingten Rahmenbedingungen auch die für den Schutz der Seele stimmen. Präventionsprogramme für den Schutz der Psyche. Eines davon ist die Stadt Hamburg selbst, denn hier gibt es viele Parks und kleine grüne Oasen, in denen wir unsere Seele stärken und nähren können. Die ruhig und kräftig dahinziehende Elbe bewirkt Weiteres.

Ein anderes ist „Private Coaching“ – eine ausgestreckte Hand, die sehr viel seelisches Leid abpuffern und die lebenswichtigsten Kompetenzen individuell stärken kann – wie zum Beispiel die Resilienz, die Fähigkeit, Krisen zu meistern. Und das ist sofort sichtbar, denn seelische Stabilität zeigt sich, wenn ein Mensch selbst tätig wird und nicht darauf wartet, gerettet zu werden.

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