Klar und deutlich etwas sagen oder mit dem anderen reden?

Ein Leben ohne Konflikte gibt es nicht. Also greifen diese Fragen ins volle Menschenleben – Beziehungen, Konflikte, Streitigkeiten, Verhandlungen, Gespräche, Meinungsaustausch, Diskussionen, Debatten – was auch immer.

Wodurch werden die beteiligten Parteien veranlasst, auf ihrem Stadtpunkt unnachgiebigen zu beharren? Was veranlasst einen Menschen oder eine Gruppe von Menschen, andere beherrschen zu wollen? Was bestimmt den anderen, dass er nachgibt? Warum ergreift der Besonnene, getrieben von einer kaum für möglich gehaltenen inneren Kraft, sehr entschlossen Partei, die ihn zum ebenso erstaunlichen Sieg führt? Warum gibt jemand selbst gegen seine innerste Überzeugung nach, ohne recht zu wissen warum? Warum bleibt ein anderer in einer lähmenden und angstvollen Ratlosigkeit stecken, anstatt die notwendige Entscheidung zu treffen? Fragen, Fragen, Fragen – und keine Antworten.

 Denn es gibt Situationen, in denen es besser ist nachzugeben und es gibt Situationen, in denen es besser ist sich durchzusetzen. Es ist also nicht die Frage des ENTWEDER / ODER, sondern der ENTSCHEIDUNG und AKZEPTANZ. Entscheidungen müssen anderen verständlich gemacht werden, kritischen Fragen und emotionalen Widerständen gilt es standzuhalten, Kritik und rationale Widerstände dagegen wollen integriert sein. Will man redlich und tatsächlich Einfluss nehmen, so genügt es nicht zu den Menschen zu sprechen, sondern man muss mit ihnen reden. Gemeinsam reden ist mehr als nur zu kontern, nachzugeben oder durchzusetzen. Gemeinsam reden verlangt Integrität. Ein Zeichen von Integrität ist die Fähigkeit, für meine Werte – ungeachtet des Verhaltens anderer – einzustehen, und der Versuchung zu widerstehen, immer Recht haben zu wollen. Integrität ist menschliche Begegnung mit Weisheit.

Und die ist leichter, als man denkt. Wenn man es denn will…