Faulheit ist die lebensbejahende Balance zwischen TUN und NICHTSTUN.

In deutschen Unternehmen gibt es immer noch viel zu viele Überstunden. 1,47 Milliarden wurden dafür gezahlt. Die unbezahlten sollen den gleichen Wert ausmachen. Welchen Sinn haben für die internationale Wirtschaft diese unbezahlten zusätzlichen Leistungen in Deutschland?

Egal – angesichts einer Arbeitslosenzahl in Millionenhöhe sind Überstunden generell ein heikles Thema. Oder lieben wir dieses „Schaffe, schaffe ohne Ende“? Bis zum bitteren Ende? Und was dann? Wie wäre es mit ein wenig mehr Sinn für Pausen? Oder für das NICHTSTUN? Verantwortung zu tragen, unabhängig ob es privat oder beruflich ist, heißt eine gute Balance zwischen TUN und NICHTSTUN zu pflegen.

Das Leben durch ein wenig Faulheit lebenswerter, erfolgreicher, zukunftssicherer zu machen. Damit ist nicht die Faulheit und Bequemlichkeit an sich gemeint, sondern eher Loslassen.

NICHTSTUN ist auch möglich, wenn man hart arbeitet.

NICHT-TUN ist, alles so lassen wie es ist – es zu akzeptieren.

All das „Zeugs“ das man so hat, unsere Beurteilungen, Meinungen, Haltungen, Überzeugungen, sogar unseren Glauben – einfach in Frieden lassen, das ist mit NICHTSTUN gemeint. NICHT-TUN ist einfach das zu tun, was wir im Leben alles so zu tun haben, weil wir es tun wollen und nicht, weil wir davon überzeugt sind, eine hohe Meinung davon haben oder daran glauben, oder weil es ethisch wertvoll ist, oder wir uns dadurch beliebt machen können.

Tun aus diesen Gründen ist Tun ohne Verantwortung. Wer gelernt hat los-zu-lassen, der wird sich auf sein Leben konzentrieren, der wird aufpassen, dass nicht der Verstand falsche Verknüpfungen vornimmt. Der wird erfolgreich leben.