Trivialrhetorik verhindert den fairen Umgang mit Mensch und Wort.

Trivial – Rhetorik die Sammelbezeichnung für alle Kommunikationsseminare mit den phantastischen Versprechungen, was alles so in einem oder zwei Tagen erreicht werden kann, die üblicherweise firmenintern oder extern angeboten werden. Das alles führt aber immer tiefer in das Deutungslabyrinth der alltäglichen Kommunikation, tief in das Vabanquespiel des Verstehens.

„Ach, Sie machen Seminare für Erwachsene. Ist das so was wie Kommunikation lehren?“ wurde ich vor einiger Zeit am Telefon gefragt. Nein, habe ich geantwortet, Kommunikation kann man nicht lehren, denn Kommunikation ist alles Sprachliche wie Nicht-Sprachliche was uns dazu dient, uns zu verständigen. Würde man es erst erlernen müssen, dann hätten wir als Neugeborene kaum Chancen zu überleben.

Was wir aber lernen können ist, zu verhandeln. Denn das brauchen wir immer. In allen Lebenslagen. In fast allen Situationen. Manchmal zu unserem Vorteil, manchmal zum Vorteil anderer, manchmal zum gemeinsamen Vorteil.

Will man redlich und tatsächlich verhandelnd Einfluss nehmen, so genügt es nicht zu den Menschen zu reden, sondern man muss mit ihnen sprechen. Gemeinsam sprechen ist mehr als nur zu kontern, nachzugeben oder durchzusetzen. Gemeinsam reden verlangt Integrität. Ein Zeichen von Integrität ist die Fähigkeit, für meine Werte – ungeachtet des Verhaltens anderer – einzustehen, und der Versuchung zu widerstehen, immer Recht haben zu wollen. Integrität ist menschliche Begegnung mit seiner Weisheit. Verhandeln, egal um was es sich handelt, mit Fairness und Integrität, gilt es zu lernen – permanent. Und das ist leichter, als man denkt.

Wenn man es denn will.