Individualität – Du bist wie du bist und du stehst auch dazu.

Falsche Vorstellungen vom eigenen ICH, der INDIVIDUALITÄT, dem SELBST, wie sie in unserer Kultur so häufig sind, „verkrüppeln“ die PERSÖNLICHKEIT. Absicht?

Persönlichkeit wird unterschiedlich definiert. Im Sinne der praktischen Anwendung wird hier Persönlichkeit definiert als den Strukturaspekt eines Menschen von Wandlung und Entwicklung, der ihn als Ganzes, d.h. als Einheit von Körper, Geist und Seele, zu einer einzigartigen, schöpferischen (kreativen) Anpassung im Leben befähigt, situativ und generell und von sich aus.

Du bist wie du bist und du stehst auch dazu – als ein soziales Wesen. Das ist die individuelle Persönlichkeit. Das Individuum.

Unabhängig von Definitionen ist es für die lebende Persönlichkeit, das sozial funktionierende Individuum wesentlich, wie sie sich selbst sieht, weil das Bild, das sich ein Mensch von sich selbst macht, ihn fördert oder hemmt. Entscheidend ist nicht das, was man ist, sondern was man von sich hält, immer in der Wechselbeziehung zu anderen. Das Individuum sieht sich im universalen Zusammenhang mit allem – immer im Kontext. Sprache und Sprechen zum Beispiel könnte ohne soziale Beziehungen zwischen Individuen nicht entstehen. Daraus kann man verlässlich ableiten, dass der Mensch unmöglich etwas anderes sein kann als ein soziales Wesen.

Individualität oder Selbstabhängigkeit ist Respekt ohne Einschränkung. Das Individuum muss sich auch als Mittelpunkt all dessen begreifen, was mir passiert.

Individualität oder Selbstabhängigkeit ist

  • der zu sein, der ich bin. Nicht darauf zu warten, dass ein anderer bestimmt, wer oder wie ich zu sein habe.
  • Zu empfinden, was ich empfinde. Statt zu empfinden, was andere an meiner Stelle empfinden würden.
  • Zu denken, was ich denke, meine Meinung zu sagen, wenn ich das möchte oder sie für mich zu behalten, wenn ich es für richtig halte.
  • Risiken einzugehen, die ich eingehen möchte und bereit zu sein, den Preis dafür zu bezahlen
  • Nach dem zu suchen, was ich in meinem Leben glaube zu brauchen. Statt abzuwarten, dass ein anderer mir die Erlaubnis gibt, es zu bekommen.

 

Individualität, also Selbstabhängigkeit ist ein Weg. Ein Weg mit vielen Möglichkeiten. Die wir entdecken während wir auf dem Weg sind. Je weiter für kommen, desto besser sind für gerüstet für unser Leben, das Leben anderer und das Leben ganz allgemein – ganz ohne Angst, nicht zu genügen. Das Leben endet nicht, es beginnt immer noch Neuem.

Individualität ist die Fähigkeit zu unterscheiden und sich als unteilbar zwei zu begreifen. Innovation heißt Differenz, Unterscheidung, das Andere, das Individuelle. Also alles das, was Norm, Masse, Routine, Regeln widerstrebt. Individualität und Innovationskompetenz sind untrennbar. Man mag Individualität nicht (oder ist zumindest negativ belegt), weil man glaubt das sie herrschende Verhältnisse stört. Jedoch das tut sie tatsächlich – stören – denn ohne diese „Störung“ ist Neues kaum möglich. Innovation und Individualität fragen aber immer nach dem Möglichen. Siehe Umgang mit Viren, Pandemien, Seuchen zu allen Zeiten. Erst Neues half diese zu besiegen. Auch gegenwärtig haben wir nicht begriffen, dass Innovation und Individualität wesentlicher sind als Abwehr, Verzicht, Absperrung und Angst vor Kontrollverlust. Mittelalter ist wieder da. Und das Geschäft mit der Angst. Nicht Systemrelevanz, sondern Systemstörung hilft vorhandene, enorm tragische Defizite und Defekte wahrzunehmen und möglicherweise zu beseitigen. Lieber lassen wir alles beim Alten, vertrösten auf die Zukunft oder universale Floskeln wie „Wir schaffen das gemeinsam!“ Äh, wie denn sonst?

Individualität beruht auf Selbstverwirklichung. Selbstverwirklichung ist Gemeinschaftsverwirklichung.

Individuen sind Innovatoren. Innovatoren sind Neugierige, Helden, Propheten, Eroberer, Genies, Erfinder, Entdecker, Erkenner, Ermöglicher. Diese brauchen wir wie die Luft zum Atmen. Versuchen Sie mal mit dem Atmen bewusst aufzuhören. Was uns die leidige Virus-Krankheit „Corona“ zeigt ist genau das. Wir müssen atmen, um leben zu können. Atmen löst die Trägheit des Normalen auf (selbst wenn es vorübergehend eine Maschine für uns machen muss).

Das Falsche als falsch zu erkennen ist Innovation.