Diese Hypothesen wurden in 4 Teilen dargestellt. Die Teile 1 und 2 und drei sind bereits dokumentiert. Hier folgt Hypothese 4: Was ist eigentlich Coaching und was ein PRIVATISSIMUM?

Coaching ist ein Sammel- oder Überbegriff – hinter diesem Begriff verbergen sich verschiedene Ansätze, Meinungen, Handlungen und Vorgehensweisen, diese haben die unterschiedlichsten Ziele – ganz allgemein kann gesagt werden, dass Coaching im Trend liegt und ein Instrument der Führungskräfteentwicklung ist. Hauptsächlich geht es um Einzel-Coaching, weitere Formen sind:

  • Team- und Gruppen – CoachingVorgesetzten – Coaching
  • Prozess- und Projekt – Coaching
  • System – Coaching
  • Mentoring
  • Verhaltens- versus Fachliches Coaching
  • Abteilung – Coaching

Bedingt durch OE-Massnahmen

  • Coaching ist ein interaktiver, personenzentrierter Beratungs- und Betreuungsprozess, der berufliche und private Inhalte erfassen kann.
  • C – findet auf der Basis einer tragfähigen und durch gegenseitige Akzeptanz und Vertrauen gekennzeichnete, freiwillige Beratungsbeziehung statt.
  • C – zielt immer auf eine (manchmal auch präventive) Förderung von Selbst-Reflexion, Selbst-Wahrnehmung, Bewusstsein, Verantwortung.
  • C – meint Hilfe zur Selbsthilfe.
  • C – bedient sich vor allem transparenter Interventionen und Interaktionen, jede Form manipulativer oder motivationaler Techniken ist verboten.
  • C – setzt ein erkennbares Konzept voraus.
  • C – findet in mehreren Sitzungen statt und ist zeitlich begrenzt.
  • C – wird praktiziert durch Beraterinnen und Berater mit psychologischen und betriebswirtschaftlichen (manchmal auch fachlichen) Kenntnissen, Erfahrungen, Wissen. Die praktische Arbeit des Cochees sollte für ihn vorstellbar sein.
  • C – bedingt die Überflüssigkeit des Coaches.
  • C – bedingt eher einen externen Berater, der Einsatz interner Berater oder Vorgesetzte als Berater ist allein deshalb nur bedingt wirksam, weil die Neutralität kaum möglich ist.

 

PRIVATISSIMUM: Ist eine Begegnung von erwachsenen Menschen, die losgelöst von den privaten wie beruflichen Bedingungen, eine bestimmte Reflexion beginnen wollen. Methodische Vorgehensweisen verbietet sich von vornherein, weil sie den Prozess des Reflexion widerstehen könnten. An den Führenden in einem Privatissimum wird die absolute Forderung gestellt, in der Lage zu sein, seine Erfahrungen, sein Wissen, Meinungen, Vorurteile … so hintanzustellen, dass er auch wirklich fähig ist, die jeweiligen Bedürfnisse des anderen ohne Beurteilung wahrzunehmen. Jeder Inhalt zur Selbst-Reflexion ist möglich.

Es geht hauptsächlich darum, in einer vertrauensvollen und der Person wie Situation angepassten Atmosphäre so miteinander zu sprechen oder auch manchmal zu schweigen, dass alle eigenen Gedanken – längst vergessene wie hoch aktuelle oder gar ganz „neue“ wieder in das Bewusstsein kommen und nach außen wirksam werden können. Auch den Weg zu beginnen, alte Gewohnheiten zu überwinden, die eigene Intuition zu leben, Verflochtenheiten mit dem eigenen Biografischen erkennen zu können.

Es ist zeitlich begrenzt: 1 bis 5 Tage (je nach Intension) Ort und Räume (Wohn- wie Arbeitsraum) sind von ebensolcher Gewichtigkeit, wie der Inhalt selbst. Es dient dem Individuellen, weniger dem Formalen. Es ist ein Spaziergang im Garten der eigenen geistigen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Inhalt, Dauer, Termin, Ort werden persönlich abgestimmt.