Gibt es die überhaupt? Ja! Warum sonst wählen immer weniger Erwachsene gezielt ein Seminar und immer mehr eher ein Coaching? Warum sonst sind Entertainment (gemeint Spielerei im Seminar), kurze Dauer, Pausengespräche wesentlicher als Inhalt oder eine realistische Möglichkeit des Übens?

Sicher, es gibt eine Reihe von Gründen, die uns sofort einfallen: Management-Cyrcles, AC’s, interne Trainings, keine Zeit, die Arbeit geht vor beruflicher und persönlicher Entwicklung, offene Seminare sind nicht transparent, Seminartourismus.

Oder: Wollen Erwachsene gar nicht mehr lernen?

Wollen sie lieber einen sicheren Arbeitsplatz als eine aufregende und interessante Aufgabe? Wollen sie lieber Beschäftigung, statt sinnreiche Arbeit? Wollen sie lieber Bekanntes, Verlässliches in ihrer Person, als ihre persönliche Entwicklung?

Vielleicht stimmt es ja doch nicht, dass sie „Angst vor Seminaren“ haben, sondern eher nur Angst vor „etwas Neuem“? Tatsächlich ist es häufig so: „Wer denkt, gar etwas Neues, hat wenig Freunde.“ Kann es sein, dass das der eigentliche, wahre Grund ist: Wenn man sich weiterentwickelt, wenn man lernt, verliert man vielleicht Freunde? Ist es weder die Angst vor dem Seminar, noch die Angst vor dem Lernen, noch die Angst vor dem Neuen, sondern einfach nur die Angst Freunde zu verlieren? Die Angst vor dem Verlust?

Ein Seminar in der Erwachsenenbildung ist doch nichts anderes als ein Ort, an dem Erwachsene die etwas können, zusammenkommen, um etwas zu tun, wozu sie sonst wenig Zeit und Gelegenheit haben: zu üben. Ganz gleich was. Übung macht den Meister. Keine Angst, man verliert nichts, in Wahrheit wird man eher bereichert.

Zum Beispiel realisiert sich so agile Führung. Ein Königsweg der Führung, der Fehler und Misserfolge zulässt, Angst verhindert, Lernfreude und Leistung fördert, Querdenker wünscht, gemeinsamen Erfolg durch Innovationen ermöglicht. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude daran ein Meister zu sein und es auch immer zu bleiben.