Niemand muss sich wundern, wenn er nicht so richtig vom Fleck kommt, denn es ist nicht leicht, unser Leben. Nicht weil es an sich nicht leicht ist, sondern weil die meisten Menschen aus ihrer Vergangenheit unendlich viel Last mitschleppen. Bestehend aus Personen, Ereignissen, Sachen. Vieles ist allein deshalb schon überflüssig weil es eben aus der Vergangenheit stammt. Weil es (noch) nicht gelöst ist, ist es eben eine Last.

Jeder überflüssige Gegenstand, Besitz, Sorge-Grund erhöht die Ablenkung vom wirklichen Leben. Konzentrieren, fokussieren sind eben schwer möglich.

Fakt ist, dass jeder Besitz, jede Tätigkeit, jede Norm, jede Regel, jeder Gedanke ein Stück unserer Ressourcen aufbraucht. Gut. Also müssen wir uns öfter mal fragen, für welche Dinge wir unsere Ressourcen investieren wollen. Was können wir loswerden? Wovon kann und will ich mich trennen? Es lohnt sich eine Liste aufzustellen, denn auch wenn man glaubt, dass der ganze Krempel,  der so um uns herum ist kein Ballast ist, bleiben sie trotzdem unbewusst im Hinterkopf. Das Gehirn kann fast nicht mehr Wichtig von Unwichtig unterscheiden. Erst wenn Du nicht mehr so viel Zeit für das Unwichtige vergeudest, wird die Energie frei die den Raum für das Wesentliche öffnet. So kann man Ballast abwerfen:

  • Eine „stille Stunde“ finden, entspannt hinsetzen oder hinlegen, die Augen schließen. Dann „vor Deinem inneren Auge“ alle Situationen auftauchen lassen, von denen Du der Meinung bist, dass Du sie besser nicht erlebt hättest.
  • Das Gleiche auch mit den Gegenständen (Zeitungen, Zeitschriften, Möbel …) machen, auf die Du besser verzichten willst oder kannst oder solltest
  • Immer auch unter dem Aspekt betrachten, dass alles was Du erlebt hast, gekauft, angesammelt,  geschenkt bekommen hast, das alles zu Deinem persönlichen Schicksal gehört und Du ohne dieses Erleben, ohne diesen Besitz, nicht da wärst, wo Du heute bist.
  • Versuche eine Verbindung herzustellen, die Sinnhaftigkeit zu erfassen, langsam dankbar dafür zu sein und begreifen das alles so war wie es war. Lächele von innen heraus den Ereignissen, den Personen, den Gegenständen zu. Du spürst es, denn es kommt aus Deinem Inneren.
  • Liste erstellen (um später abhaken zu können, macht stolz)
  • Klappt es nicht auf Anhieb. Spürst Du nichts, findest Du nichts, dann höre für heute auf. Es ist wohl noch zu schwer, vielleicht fehlt es auch an Reife.
  • Versuche es ein anderes Mal
  • Erst dann, wenn das Lächeln gelingt, wenn Du wirklich dem Ereignis, der Prägung, der Person, dem Besitz aufrichtig dankbar sein kannst für die Hilfe bei der Schicksalsverwirklichung, erst dann ist der Ballast abgeworfen.
  • Nehme Dir dann das Nächste vor, usw. – bis die Liste erledigt ist.
  • Es ist am Anfang schwer, mit der Zeit immer leichter, denn Du spürst mehr und mehr das Frei-sein, den Raum fürs Wesentliche, die zusätzliche Energie.
  • Burnout ist gebannt. Gesundheit, Freude, Liebe ziehen ein.