„Blinder Eifer schadet nur“ – heißt ein bekanntes deutsches Sprichwort. Die meisten von uns haben damit so ihre Erfahrungen. In meiner Schulzeit zum Beispiel gab es noch eine Note für Fleiß. Aber Fleißig sein bedeutet noch lange nicht, dass man auch etwas besonders gut macht, sondern nur besonders heftig. Scheinbar gibt es deshalb dieses Sprichwort. Es erinnert daran, dass man weniger etwas heftig machen muss, dafür aber eher etwas gut.

Betrachtet man aber den Arbeitsalltag, so stellt man fest, dass wir uns tatsächlich in einer Fleißgesellschaft befinden, nicht aber in einer Leistungsgesellschaft. Das Massenphänomen Burnout scheint es zu belegen. Es ist keine Leistung etwas zu tun, was andere einem vorschreiben.

Leistung ist, wenn Arbeit und Tätigkeit einen Sinn stiften, wenn sie für den Menschen einen Zweck haben, der sich von selbst erklärt. Eine Leistungsgesellschaft ergibt sich daraus, das Menschen für das was sie tun brennen, und nicht von dem, dem was sie tun müssen, „verbrannt“ werden. Das ist nicht neu, denn schon der Kirchvater Augustinus geboren im Jahre 354 sagte: „In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst!“

Welchen Nutzen haben also „ausgebrannte“ Führungskräfte?

Blinder Eifer schadet nur ist nicht nur ein Sprichwort, sondern Tatsache. Innehalten, anschauen, Achtsam sein und Lust zur Leistung – das wäre doch eher was. Halte inne, gönne Deinem Denken Stille. Dein Denken ist der Fluss der in alle Richtungen fließt. Dein Denken ist das Delta Deines Könnens.