So wehre ich mich gegen Manipulation: Erkennen, Analysieren, konstruktiv abwehren!

Wir stecken immer in einem Dilemma, denn einerseits wollen wir fair miteinander umgehen, dennoch wollen wir anderseits nicht den billigen Tricks und Manipulationsversuchen anderer unterliegen. Dabei haben wir immer eine Wahl Jedoch egal wie wir uns entscheiden und was wir dann tatsächlich tun, wir selbst sind dafür verantwortlich.

Hier einige Hinweise und Hilfen zum sinnvollen und konstruktiven Reagieren.

Den Grund des Angriffs analysieren – damit verhindern Sie, dass der Angreifer sein manipulatives und/oder destruktives Ziel erreicht. Ist der wirkliche (wahre) Grund erkannt, dann gilt es blitzschnell zu entscheiden, wie der Angriff abgefangen werden soll: Destruktiv (durch physische und/odersoziale Gewalt zum Schweigen bringen) oder Konstruktiv (den Angreifer umstimmen).

Das gebräuchliche Muster für die konstruktive Abwehr heißt:  Zugeben – Danken – um Hilfe bitten. Dem Angreifer anschließend die Hand reichen.

Die Fertigkeit, angstfrei mit fremden und eigene Aggressionen umgehen zu können, ist für die meisten Menschen äußerst schwer. Das liegt in unseren Erziehungs- und Bildungssystemen begründet, die eher Angst-, Scham-, Schuld- und Mindergefühle erzielen. So ist oft eine Einstellungsveränderung oder wiederholtes Üben von Nöten, will man die unfairen Angriffe wirklich erfolgreich abwehren. Hier noch einige zusätzliche Hinweise:

Haken Sie gegebenenfalls nach: „Wie meine Sie das genau?“

Achten Sie darauf, dass man Ihnen nicht in unfairer Weise das Wort entzieht.

Reden Sie notfalls eben einfach ruhig weiter.

Leisten Sie Hilfe für Dritte, die herabgewürdigt werden, es übt und übt und übt!

Z.B.: Ich finde das der Kollege völlig zu Recht auf diesen Punkt hingewiesen hat, der für unsere Entscheidungsfindung sehr wesentlich ist

Werden Sie (so lange es geht) nicht persönlich, sondern gehen Sie auf die Metaebene.

Beweisen Sie Souveränität, in dem Sie Ihren Beitrag nicht von Ihren Emotionen

und Empfindungen bestimmen lassen, sondern steuern Sie vernunftgemäß einen sachdienlichen Beitrag bei.

Falsch: „Ihr Stil gefällt mir nicht!“ – „Ich finde es unmöglich wie Sie sich hier aufführen“

Richtig: „Persönliche Angriffe helfen uns kaum weiter. Ich meine, wir sollten uns jetzt wieder  auf das Eigentliche konzentrieren. Hier sehe ich folgende Lösungsmöglichkeiten …“

Aber Achtung: Ist das Gespräch erst einmal auf der Pseudo- Gefühls-/Empfindungsebene gibt es kaum ein Zurück. Hier wäre es eher angebracht eine Pause zu machen unter einem geschickten Vorwand. Dann aber unbedingt das Gespräch weiterführen.

 

Und noch mehr Hilfreiches gibt es im Teil 2  – im nächsten Monat (Mitte November)